Ataman

2022 - 7 - 7

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Ferda Ataman und die Kartoffeln: "Man kann sich dadurch als ... (BR24)

Wer will schon als Kartoffel oder Alman bezeichnet werden? Darüber gibt es Streit, weil die Mehrheitsgesellschaft nicht gewohnt ist, als Gruppe adressiert ...

Aber man kann sich als Gruppe dadurch eigentlich nicht herabgewürdigt fühlen. Das N-Wort wird nicht in neutraler Absicht verwendet, es wird nicht in positiver Absicht verwendet. Sind es alles Leute, die potenziell Angst um ihr Leben haben müssen, Angst, ob sie als Menschen anerkannt werden und so weiter. Aber sie werden damit zu einer Gruppe und man sieht sie nicht mehr als Individuum und das möchten sie nicht. Noch einmal kurz zum Thema Beleidigung. Wenn es um um diskriminierendes Sprechen geht, dann gibt es den Standardeinwand oder die Standardverteidigung: So habe ich es doch gar nicht gemeint. Man möchte aber nicht als Mitglied einer Gruppe bezeichnet werden, sondern als Individuum. Das gilt sicher auch für Menschen mit Migrationshintergrund, wenn sie auf verschiedene Weisen bezeichnet werden. Sprachlich beleidigen kann man jede Person, jedes Individuum, jede Gruppe. Aber damit eine Herabwürdigung funktionieren kann, muss sie natürlich irgendein Korrelat in der Wirklichkeit haben. Das könnte daran liegen, dass da so eine ganz leichte, entmenschlichende Metapher mit drinsteckt, in dem man Personen als Pflanze bezeichnet. Als Mitglied der Mehrheitsgesellschaft ist man aber genau daran nicht gewohnt. Aber wieso erzeugt die Kartoffel denn dann mehr Widerstand als zum Beispiel Ausdrücke wie Alman oder biodeutsch? Bzw. wenn man sie als Kartoffeln "verhöhnt, verspottet, beleidigt", wie zum Beispiel "Bild" oder "Welt" schreiben? Mal mit neutraleren Begriffen wie Deutschtürken. Das ist an sich erst einmal ein neutraler Begriff, nicht in sich abwertend – oder auch mit einem abwertenden Begriff wie Kanaken.

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Wahl im Bundestag: Ataman ist Antidiskriminierungsbeauftragte (tagesschau.de)

Ferda Ataman ist zur Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung gewählt worden. Sie erreichte im Bundestag etwas mehr als die notwendige sogenannte ...

Der CSU-Politiker boykottierte dann im Juni 2018 den Integrationsgipfel im Kanzleramt, weil er sich von Ataman mit der "Blut und Boden"-Ideologie der Nazis in Verbindung gebracht sah. Ataman sagte nach ihre Wahl: "Ich danke für das Vertrauen und freue mich sehr auf die neue Aufgabe". Sie kündigte an, sich für alle Menschen im Land einzusetzen, die Diskriminierung erfahren. Ihr erster Job nach dem Studium: Sie arbeitete für den CDU-Politiker Armin Laschet, der 2005 Integrationsminister in Nordrhein-Westfalen wurde - und eine Redenschreiberin mit türkischem Hintergrund suchte. In einem Interview hatte sie einmal gesagt, dass sie eine Integrationspolitik für alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft anstrebe. "Frau Ataman spaltet statt zu einen", kritisierte auch Fraktionsvize Dorothee Bär. Bei den Vorbehalten gegen Ataman geht es unter anderem um Äußerungen, die als abfällig gegenüber Menschen ohne Migrationshintergrund empfunden wurden. "Wir brauchen Brückenbauer statt Spalter", erklärten Silvia Breher und Katja Leikert aus der Unionsfraktion. Die Beauftragte müsse sich für eine Integration Andersdenkender und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.

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Antidiskriminierungsstelle - Polarisierende Personalie: Ataman neue ... (Bietigheimer Zeitung)

Die Publizistin Ferda Ataman ist neue Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes. Die Personalie polarisiert. Für die einen ist sie genau die Richtige fürs ...

Die Kritik an ihr entzündet sich zum Beispiel an Kolumnen, die sie mit spitzer Feder schrieb - unter anderem an einem Text im "Spiegel" Anfang 2020, als sie die Bezeichnung "Kartoffel" für Deutsche ohne Migrationshintergrund verteidigte. Die "verbale Ausbürgerung - "Wo kommst du her?" Ferda Ataman wurde im November 1979 in Stuttgart geboren und wuchs in Nürnberg auf. Aus Sicht von SPD-Chefin Saskia Esken ist das eine "verleumderische Kampagne", wie sie bei Twitter schrieb. Politiker von SPD und Grünen wiesen das als "verleumderische Kampagne" zurück und sprachen von haltlosen Behauptungen. Für die einen ist sie genau die Richtige fürs Amt, andere hatten sich mit Händen und Füßen gegen ihre Wahl gewehrt.

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Umstrittene Publizistin gewählt: Ferda Ataman ist neue ... (n-tv NACHRICHTEN)

Der Bundestag wählt Ferda Ataman zur neuen Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die Publizistin ist umstritten.

Politiker von SPD und Grünen hatten von haltlosen Behauptungen und einer Kampagne gegen die Publizistin gesprochen. Mit ihrem 2019 erschienenen Buch "Hört auf zu fragen. Dabei handelt es sich um die Mehrheit nicht nur der anwesenden, sondern aller 736 Bundestagsabgeordneten. Die Ampel-Koalition hat zusammen 416 Abgeordnete, also 47 mehr als es für die notwendige Mehrheit gebraucht hätte. Die Wahl fand wie vom Gesetz ebenfalls vorgeschrieben ohne weitere Debatte statt. Der Bundestag wählt Ferda Ataman zur neuen Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die Publizistin ist umstritten. Die Publizistin erreichte im Bundestag etwas mehr als die notwendige sogenannte Kanzlermehrheit von 369 Stimmen. 376 Abgeordnete stimmten für die 42-Jährige, 278 gegen sie. Ferda Ataman ist zur Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung gewählt worden.

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Ataman bekommt Mehrheit - gerade so (ZDFheute)

Ferda Ataman hat polarisiert wie selten jemand zuvor. Nun hat der Bundestag sie zur Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes gewählt.

Diese Woche versuchte nun die AfD-Fraktion, die Wahl Atamans zu verhindern. Vor allem FDP-Abgeordnete wie Linda Teuteberg waren gegen Ataman, die FDP-Minister im Kabinett hingegen eher dafür. Vize-Bundestagspräsident Wolfgang Kubicki sagte, es lohne sich nicht, wegen Ataman einen Streit innerhalb der Koalition anzuzetteln. Ihre Kritiker warfen ihr vor, die Journalistin habe Deutsche ohne Migrationshintergrund als "Kartoffel" bezeichnet. Vier Jahre lang war die Stelle vakant, da es immer wieder Klagen gegen die Besetzung gab. Eigentlich haben die Ampel-Parteien, wenn alle da sind, einen Vorsprung von gut 50 Stimmen. Dass nicht alle mit ihrer Wahl einverstanden sind, war auch an Zwischenrufen zu hören. Die Freude und Erleichterung war ihr anzumerken, als im Bundestag das Ergebnis verkündet wurde.

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Kartoffel-Streit um Ferda Ataman: Schadet Identitätspolitik der ... (SWR)

Die Debatte um das Schimpfwort "Kartoffel" für Deutsche ist hochgekocht, im Zuge der Wahl von Ferda Ataman zur Antidiskriminierungsbeauftragten der ...

Andrea Römmelin erklärt im Podcast, warum das nicht nur schlecht ist für die Debattenkultur. Eine von vielen Debatten, die identitätspolitisch angeheizt, die eigentliche Sache aus dem Fokus zu verlieren drohen. Host: Max Knieriemen

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Bundestag - Neue Anti-Diskriminierungsbeauftragte Ataman geht ... (Deutschlandfunk)

Die neue Anti-Diskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ataman, ist nach ihrer Wahl im Bundestag auf ihre Kritiker zugegangen.

Zudem löschte sie frühere Tweets bei Twitter, die von ihren Kritikern als polemisch eingeordnet worden waren. Die SPD-Vorsitzende Esken sprach dagegen von einer „verleumderischen Kampagne“. Oppositionspolitiker von Union und AfD, aber auch Vertreter der FDP hatten ihr im Zuge ihrer Nominierung die Eignung für das Amt abgesprochen.

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